Die Nachricht, dass Prinz Arthas das Heer des teuflischen Mal`Ganis besiegt und den Peiniger des Landes getötet hat, sprach sich herum wie ein Lauffeuer...
Überall in der Stadt wurde gefeiert und ein großes Fest vorbereitet, um die Ankunft des jungen Heldens gebührend zu feiern. Viele hatten Freunde durch die "Seuche" verloren und waren jetzt doppelt glücklich über den Ausgang der Geschichte, da das Schlimmte hätte über das Land hereinbrechen können.
Die Straßen und alle Balkone der Stadt sind mit
Volk aus allen Teilen des Landes gefüllt. Jeder will einen Blick auf den Helden und kommenden König werfen. Zur Feier des Tages haben alle jungen Mädchen tagelang Rosen gesammelt, um Ihren Dank durch einen Regen aus Blüten zu zeigen. Alles ist von einem wunderbaren Duft eingehüllt und kaum einer kann sich noch an den Geruch des Todes der letzten Monate erinnern.
Auf einem großen Platz verweilt Arthas für einen Augenblick. Er hält ein Rosenblatt in seiner Hand und macht einen nachdenklichen Eindruck. Er ist wohl überwältigt von all dem Jubel und dem Aufwand, der zu seinen Ehren unternommen wurde. Wenig später setzt er seinen Weg fort um endlich seinen Vater zu treffen...
Über die Zugbrücke erreicht Arthas das innere der Burg, wo sein Vater im großen Audienzsaal auf Ihn wartet. Der König ist sehr gespannt, denn sein oft leichtfertiger Sohn scheint zum Manne gereift. Viele Vorkommnisse des Krieges, wie die Vernichtung der königlichen Flotte oder den Tot des Bergkönigs sind dem Herren des Landes zwar berichtet worden, aber von den Details wissen nur Arthas und weniger seiner Vertrauter.
Der König hört Schritte vor dem Tor zu seinem Tronsaal. Der dumpfe Tritt ähnelt gar nicht mehr dem vertrautem Geräusch seines Sohnes, der meist hastig durch die Gänge des Palastes gelaufen ist. Die Tür öffnet sich mit einem gewaltigen Rumms...
Herein tritt ein stolzer Krieger in Begleitung zweier dunkler Gestalten. "Das werden wohl mächtige Zauberer sein", denkt der König. Dieses Volk war ihm schon immer etwas unangenehm, aber er selber hat in den Kriegen der alten Zeit auf ihre Hilfe zurückgreifen müssen.
Arthas bleibt in der Mitte des Saales stehen und kniet nieder um seinem Vater und Lehnsherren die Ehre zu erweisen.
Als der König das mächtige Schwert Frostmourne in der Hand seines Sohnes erblickt, ahnt er nichts gutes! Die Weisheit seines Alters läßt ihn die teuflische Macht des Schwertes erahnen. Plötzlich sieht er ein blaues Leuchten am Griff des Schwertes. Es schienen die Augen des als Verzierung eingearbeiteten Totenkopfes zu sein. Arthas erhebt sich Rasch und ersteigt die Stufen zum Tron des Königs.
Dieser erkennt was die Stunde geschlagen hat und im Augenblick seines Todes wird ihm der dunkele Plan des Lich Königs bewusst. In diesem Schwert stecht der Teufel! Und sein Sohn ist Ihm verfallen! Die letztem Sekunden seines Lebens und die Worte seines geliebten Sohnes erlebt er in völliger Erstarrung. Was immer Ihm widerfahren ist, die Zukunft seines Volkes sieht weit düsterer aus.
Als die Klinge von Frostmourne seinen Hals duchbohrt, verspürt er keinen Schmerz, da der Schmerz des Erkennens größer war als alles was eine Waffe ihm zufügen kann. Als er vor seinem Thron zu Boden stürzt, ist das letzte was er sieht bevor sich seine Augen für immer schliessen, die alte Krone, die er von seinem Vater erhalten hat. Sie ist mit Blut verschmiert und liegt im Staub auf dem Boden der Halle seiner Väter...
In diesem Moment greifen Arthas Begleiter die Anwesenden in Thronsaal an. Sie schwingen Ihre Stäbe und beschwören Untote Krieger, die jeden Zeugen der grausamen Tat töten. Danach fliehen sie mit Arthas durch geheime Gänge aus der Burg. Viele meinten Arthas sein von den Mördern seines Vaters entführt worden, andere meinten er sei ebenfalls Tot. Der wahre Hergang wurde im Lande Lordaeron aber nie bekannt!
|